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Wie funktioniert eigentlich ein Rauchmelder?

01.10.2022

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Rauchmelder müssen zuverlässig vor Brandgefahr warnen. Das bedeutet, dass Bewohner bei Feuer rechtzeitig aus dem Gebäude flüchten beziehungsweise gerettet werden oder geübte Personen einen frühen Entstehungsbrand löschen können.

Je nach Größe und Art des Zimmers müssen Rauchmelder in einer bestimmten Anzahl montiert, installiert und mindestens einmal jährlich gewartet werden. Doch schon beim Kauf von Rauchmeldern gilt es, bestimmte Kriterien zu prüfen – nur so kann die höchstmögliche Form von Sicherheit vor Feuer und dem lebensgefährlichen Brandrauch gewährleistet werden. Daher ist es wichtig, sich darüber zu informieren, wie so ein Rauchmelder eigentlich funktioniert und zu wissen, welche Schutzziele erfüllt werden sollten.

Schutzziele von Rauchmeldern

Das Schutzziel nach DIN 14676 lautet: „Der Einsatz von Rauchwarnmeldern dient der frühzeitigen Warnung von anwesenden Personen vor Brandrauch und Bränden, so dass diese Personen auf das Gefahrenereignis angemessen reagieren können.“ Die Reaktion ist hier die Selbstrettung beziehungsweise die Flucht aus dem Gefahrenbereich. Nur, wenn geeignete Löschmittel schnell zur Verfügung stehen, sollten Bewohner, sofern sie darin geübt sind, einen Löschversuch wagen.

Neben dem Feuer sind vor allem die damit einhergehenden Rauchgase gefährlich. Diese verbreiten sich schnell und lautlos, so dass Bewohnern bei einem Brand nur wenig Zeit bleibt, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen oder das Feuer unmittelbar nach der Entstehung zu löschen. Im Wachzustand ist der Geruch von Brandrauch meist schnell zu erkennen, doch in der Nacht schläft auch der Geruchsinn. Daher sind Rauchwarnmelder vor allem im Schlafzimmer lebenswichtig und daher auch Pflicht. Damit Personen in brennenden Wohnungen oder Eigenheimen die Möglichkeit haben, sich bei Brandgefahr selbst retten zu können, sind Rauchmelder mittlerweile bundesweit in allen Landesbauordnungen mindestens im Schlaf- und Kinderzimmer sowie in Fluren, die auch als Fluchtweg dienen können, vorgeschrieben.

Und wie funktioniert jetzt so ein Rauchmelder?

Bei gängigen Rauchmeldern handelt es sich meist um sogenannte optische Rauchmelder. Sie funktionieren nach dem sogenannten Streulichtprinzip: Der Rauchmelder reagiert hier schon bei geringen Konzentrationen von Brandrauch, ohne jedoch bereits bei leichtem Rauch von beispielsweise Zigaretten Alarm auszulösen. In der optischen Kammer des Rauchmelders befinden sich eine Infrarot-Leuchtdiode und ein lichtempfindlicher Sensor, eine sogenannte Fotodiode.

Die Infrarot-LED sendet kontinuierlich einen Prüf-Lichtstrahl aus, der für das menschliche Auge unsichtbar und so ausgerichtet ist, dass er nicht direkt auf die lichtempfindliche Photodiode trifft. Sind Rauchpartikel in der Luft und dringen diese in die optische Kammer des Melders ein, wird der ausgesandte Infrarot-Lichtstrahl der LED durch die Rauchpartikel gestreut und reflektiert. Ein Teil dieses gestreuten Infrarot-Lichts fällt auch auf die lichtempfindliche Photodiode – der Rauchmelder schlägt Alarm.

Wussten Sie

Rauchmelder heißen eigentlich Rauchwarnmelder. Dieser Name ist auch sehr viel treffender, wenn man die Funktionsweise der Geräte berücksichtigt. Um nicht zu verwirren, bleiben wir aber bei dem umgangssprachlichen Begriff Rauchmelder.

Streulichtprinzip Rauchmelder

Streulichtprinzip Rauchmelder

Streulichtprinzip Rauchmelder

Der richtige Rauchmelder

Ein umfassender Schutz vor Brandgefahr fängt schon beim Kauf des Rauchmelders und nicht erst bei der richtigen Montage und Installation sowie der regelmäßigen Instandhaltung an. Rauchmelder gibt es von verschiedenen Herstellern in Elektrofachgeschäften, Baumärkten und Onlineshops. Auf Wunsch übernehmen Dienstleister auch die Installation und Instandhaltung.

Bei dem Kauf sollte auf folgende Kriterien geachtet werden:

Die Qualität, auf die wir im folgenden Absatz noch einmal näher eingehen, spielt eine wichtige Rolle bei der Auswahl des passenden Rauchmelders. Die Bedienungsanleitung sollte verständlich sein und das Gerät über eine fest eingebaute 10-Jahres-Batterie verfügen. Batteriebetriebene Rauchmelder eignen sich sowohl im Neubau als auch hervorragend zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren und daher unabhängig vom Stromkreis. Wichtig ist zu wissen, dass auch kleine Partikel wie Staub oder Insekten einen Alarm auslösen können. Daher ist es wichtig, die Rauchmelder regelmäßig zu pflegen.

Mit dem Qualitätszeichen “Q” ausgezeichnete Rauchmelder verfügen neben einer fest eingebauten 10-Jahres-Lithium-Langzeitbatterie über eine bessere Messelektronik sowie stabilere Komponenten und ein stabileres Gehäuse. Dadurch sind Q-Rauchmelder weniger anfällig für Fehlalarme und bieten gleichzeitig mehr Komfort – das aufwendige Auswechseln der Batterien entfällt, die Wartung und Pflege wird einfacher und günstiger. Q-Rauchmelder werden auch von der Stiftung Warentest empfohlen.

Checkliste: Test und Wartung von Rauchmeldern

Ist der Rauchmelder erstmal gekauft und montiert, muss er in regelmäßigen Abständen, mindestens aber einmal im Jahr, auf seine Funktionsfähigkeit getestet werden.

Rauchmelder richtig prüfen:

  • Jeder Rauchmelder verfügt über einen Testknopf, der gedrückt werden muss, bis der Alarm ertönt.
  • Mit dem Loslassen verstummt auch das Signal. Löst der Alarm nicht aus, muss das Gerät oder die Batterien ausgetauscht werden.

Infos zur Wartung von Rauchmelder:

  • Befreien Sie die Raucheintrittsöffnungen regelmäßig von Staub, Insekten, Abdeckungen oder anderen Fremdkörpern.
  • Bewahren Sie die Bedienungsanleitung des Rauchmelders gut auf und halten Sie sich bei der Montage, Installation und Wartung stets an die Angaben des Herstellers.

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